Die Spitzenreiter bei den Beiträgen zur Wertentwicklung des Fonds im Februar waren TSMC, Kandenko und Wheaton Precious Metals, die Schlusslichter bildeten flatexDEGIRO, Amazon und Charles Schwab. Innerhalb dieser Kursbewegungen möchten wir auf der positiven Seite Kandenko hervorheben als eines der japanischen Installationsunternehmen, das am Ausbau von Rechenzentren in Japan beteiligt ist. Wir hatten bei unserem Besuch in Tokio vor Weihnachten ein gutes Gespräch mit dem Finanzvorstand, und nach unserer Einschätzung stehen dem Unternehmen mindestens drei bis fünf Jahre starken Wachstums bevor. Auf der Negativseite waren flatexDEGIRO und Charles Schwab, die beide als Onlinebroker für Aktien bzw. Fonds tätig sind, negativ von der disruptiven KI-Stimmung betroffen, die sich weltweit wie Mehltau über Unternehmen aller Art von Softwarefirmen über Onlinebroker bis hin zu Banken gelegt hat. Wir stellen jedoch fest, dass sich der Kurs von flatexDEGIRO seit Ende Februar positiv entwickelt hat.
Ereignisse und Trends am Markt
Der MSCI liegt in der Nähe seines Allzeithochs, aber unter der Oberfläche geht eine erhebliche Umschichtung mit einer atemberaubenden Renditestreuung vonstatten. Softwareaktien haben 2026 um etwa 20 % nachgegeben, während Ölunternehmen um ca. 30 % zugelegt haben – bereits bevor sich der Konflikt zwischen Israel, den USA und Iran Ende Februar verschärfte. Die geopolitische Lage hat sich deutlich verändert und entwickelt sich weiter in schwer prognostizierbarer Weise.
Trotz dieser Unsicherheit zeigen die Marktreaktionen mehr Rationalität, als man zunächst erwarten konnte. Die Anleger bewerten geopolitisches Risiko, KI-bedingte Disruption und strukturell höhere Energiekosten aktiv neu. Im Softwaresektor ist es zu früh, um definitive Schlussfolgerungen über die langfristigen Auswirkungen von KI zu ziehen, aber mit Blick auf die hohen Bewertungen war eine gewisse Normalisierung unausweichlich. Die Stärke des Ölsektors spiegelt den Bedarf der Produzenten wider, sowohl die Exploration neuer Felder zu beschleunigen als auch die Lebensdauer vorhandener Felder zu verlängern.
Was die Gewinne betrifft, bieten die Zahlen für das 4. Quartal 2025 und die Prognosen der Unternehmen für 2026 eine solide Grundlage. Die Gewinnschätzung für die großen Indizes ist seit Ende Januar um 1–3 % angehoben worden, und das erwartete Gewinnwachstum für 2026 liegt nunmehr bei knapp über 10 %. Europa sticht mit steigenden Gewinnkorrekturen nach oben positiv heraus, getragen von höherer Aktivität in Bauwesen und Industrie und politischen Initiativen zur Stärkung der Wettbewerbs- und Verteidigungsfähigkeit der Region.
Portfolioveränderungen
Wir führten im Februar einen Positionstausch in Japan durch und nahmen einen ansehnlichen Gewinn bei Kyoto Financial Group mit, deren bei Kauf im vergangenen Herbst sehr niedriger Aktienkurs sich mittlerweile dem vollen Bewertungspotenzial stärker angenähert hat. Stattdessen investierten wir das Geld in Kyocera – eine neue japanische Special Situations-Aktie, bei der wir teils aufgrund operativer Veränderungen, teils aufgrund umfangreicher Aktienrückkäufe erheblich größeres Kurspotenzial sehen. Japan und Korea sind generell sehr interessante Anlageziele für uns, da wir hier viele Unternehmen mit großen internen Verbesserungspotenzialen vorfinden.
In diesem Sinne haben wir eine kleine Position in dem koreanischen Speicherhersteller SK Hynix eingerichtet. Zum einen finden wir die Aktie billig, da der Kurs bedeutet, dass das Unternehmen in den kommenden drei Jahren rund 70 % seines gesamten Marktwerts als Gewinne erwirtschaften wird, zum anderen sehen wir ein erhebliches Kurspotenzial, falls/sobald das Unternehmen an der Börse in den USA gelistet wird, weil ein großer Bewertungsunterschied zwischen SK Hynix und ihrem amerikanischen Konkurrenten Micron besteht, der etwa zur doppelten Bewertung gehandelt wird. Der Speichersektor ist volatil, daher beginnen wir mit einer kleinen Position, die wir künftig gern aufstocken.
Im Technologiesegment des Fonds haben wir beschlossen, unsere Softwareanlagen auf Microsoft zu konzentrieren und bei SAP eine Auszeit zu nehmen, bis wir ein besseres Bild davon haben, wie sich KI auf Geschäftssoftwareunternehmen wie SAP auswirken kann. Wir haben das Geld stattdessen in die französische Schneider Electric investiert, eines der weltbesten Elektrotechnikunternehmen mit einer starken Position vor allem bei Nieder- und Mittelspannungs-Schaltanlagen und anderen Produkten für Energieautomatisierung und -verteilung. Wir hatten schon lange vor, uns bei diesem attraktiven Unternehmen einzukaufen, und konnten dies nun zu einer guten Bewertung tun.
Fondspositionierung
Der Fonds besteht aktuell aus 34 Unternehmen mit Engagements in verschiedenen Sektoren und Regionen, wodurch ein gut diversifiziertes Unternehmen attraktiver Unternehmen mit soliden Bilanzen und hohem Gewinnwachstum entsteht. Längerfristig sind wir überzeugt, dass dies das richtige Rezept ist, um für Sie, unsere Anteilsinhaber, Wachstum für langfristigen Kapitalzuwachs zu erwirtschaften.
*MSCI All Country World NTR $ in EUR


